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Legislaturziele

2022-2026

Der Gemeinderat legte zu Beginn der Legislatur 2022-2026 seine Ziele und Prioritäten für die Amtsperiode fest.

Zum Ende der Legislatur wurden die einzelnen Legislaturziele einer Evaluation unterzogen. Diese Evaluation ist Bestandteil des Geschäftsberichts 2025 und gibt Auskunft über die jeweilige Zielerreichung.

Der Gemeinderat legte zu Beginn der Legislatur 2022-2026 seine Ziele und Prioritäten für die Amtsperiode fest.

Zum Ende der Legislatur wurden die einzelnen Legislaturziele einer Evaluation unterzogen. Diese Evaluation ist Bestandteil des Geschäftsberichts 2025 und gibt Auskunft über die jeweilige Zielerreichung.

Stabilität ist ein wichtiger Faktor in der Finanzpolitik. Die Einwohnerinnen und Einwohner von Thalwil wie auch die Wirtschaft können sich auf einen sorgfältigen Umgang mit bezahlten Steuern und Gebühren verlassen. Die Aufwendungen und Investitionen orientieren sich am Kosten-Nutzen-Verhältnis, und für besondere Leistungen wird von den Verursacherinnen und Verursachern ein zumutbarer Kostenbeitrag verlangt. Die Gemeinde tätigt Investitionen nur bei nachgewiesenem Bedarf und strebt ausgeglichene Rechnungsergebnisse an. Ausserdem soll ein Nettovermögen ausgewiesen werden können.


Abschlussbericht

Die Gemeinde Thalwil konnte ihre Finanzpolitik in den letzten Jahren erfolgreich stabil halten. Der Steuerfuss wurde von 85 Prozent im Jahr 2023 auf 83 Prozent im Jahr 2024 und weiter auf 78 Prozent im Jahr 2025 gesenkt – ohne negative Auswirkungen auf die Finanzkennzahlen oder die Verschuldung.

Mit der Leistungsüberprüfung steht erstmals eine Gesamtauswertung über vier Jahre (2021 bis 2024) zur Verfügung. Sie zeigt, wo Thalwil im Vergleich steht und wo mittelfristig Optimierungsmöglichkeiten bestehen. Diese Ergebnisse dienen als Orientierung und helfen, Verbesserungen gezielt dort anzugehen, wo sie sinnvoll und wirkungsorientiert sind.

Thalwil verfügt damit über eine solide Grundlage, um Leistungen effizient zu erbringen, Steuergelder verantwortungsvoll einzusetzen und die langfristige finanzielle Stabilität der Gemeinde zu sichern.

Die digitale Transformation ist im Alltag einer modernen Gesellschaft allgegenwärtig. Der Umgang mit digitalen Produkten und Dienstleistungen hat sich grundlegend verändert und wird sich zukünftig noch rasanter entwickeln. Für Kundinnen und Kunden der Gemeinde wird es daher zunehmend wichtiger, rund um die Uhr Zugang zu digitalen Dienstleistungen zu haben. Die Gemeinde Thalwil will sich als offene und digital vernetzte Organisation weiterentwickeln, die sowohl nach innen als auch nach aussen bedürfnisgerecht, sicher und durchgängig digital agiert. Ziel ist es, die digitale Transformation weiter voranzutreiben und so einen steten Beitrag für die Wandlung hin zu einer modernen, digitalen und nutzerzentrierten Verwaltung zu leisten. Dennoch legt die Gemeinde weiterhin Wert auf den persönlichen Kontakt mit den Kundinnen und Kunden. Die Dienstleistungen der Verwaltung bleiben auch analog zugänglich.


Abschlussbericht

Der für die Legislaturperiode 2022 bis 2026 neu ins Leben gerufene Digitalisierungsausschuss soll die digitale Transformation innerhalb der Gemeinde auf strategischer Ebene weiter und konsequent vorantreiben. Der Gemeinderat hat im Februar 2024 die Vision «Digitale Transformation Thalwil» und die «Digitalisierungsstrategie 2024 bis 2028» genehmigt. Die umfassenden Dokumente beschreiben die Vision einer erstrebenswerten Zukunft der Gemeinde Thalwil in der digitalen Transformation. Sie beinhalten die der Vision zugrundeliegenden strategischen Überlegungen und Prinzipien, wie die Innovations-Positionierung der Gemeinde Thalwil, die strategischen Schwerpunkte und die damit verbundenen Ziele. Aus der Vision und der Strategie heraus wurde ein umfassender Umsetzungs- und Massnahmenplan erarbeitet, welcher kontinuierlich im Alltag umgesetzt wird.

Unter anderem wurde, nachdem Ende des Jahres 2023 das entsprechende Informations- und Sicherheitskonzept (ISDS-Konzept) genehmigt wurde, ab Mitte 2024 Microsoft365 eingeführt. Per Januar 2025 wurde die aktuelle digitale Geschäftsverwaltung auf die neue Geschäftsverwaltung GEVER365 migriert und auf der Verwaltung eingeführt. Weiter wurde eine umfassende Studie zur aktuellen Applikationsarchitektur der Gemeindeverwaltung Thalwil erarbeitet, im Gemeinderat verabschiedet und daraus bereits erste Prozessverbesserungen für die Bevölkerung und die Mitarbeitenden umgesetzt.

Im Jahr 2025 startete das Pilotprojekt SmartServicePortal, bei welchem die Gemeinde Thalwil neben drei weiteren Gemeinden im Kanton Zürich teilgenommen hat. Dabei wurden die meistgenutzten der durch die Gemeinden der Bevölkerung zur Verfügung gestellten Services analysiert und werden, wann immer möglich, komplett automatisiert. Dabei soll immer ein unmittelbarer Nutzen für die Bevölkerung und die Mitarbeitenden ermöglicht werden. Seit März 2026 stehen der Bevölkerung diverse Services auf dem neuen Serviceportal der Gemeinde Thalwil zur Verfügung. Der weitere Ausbau des Serviceportals der Gemeinde Thalwil erfolgt in der neuen Legislaturperiode.

Die Gemeinde Thalwil hat sich anlässlich eines Vorprojekts intensiv mit den Anforderungen verschiedener Anspruchsgruppen an eine neue Website auseinandergesetzt. Die Ergebnisse des Vorprojekts konnten in das kantonale Gesamtprojekt zur Evaluierung und Ausschreibung einer standardisierten, effizienten und kostensparenden neuen Content-Management-Lösung (CMS) einfliessen, welche das Ziel verfolgt, einen Rahmenvertrag für möglichst viele Gemeinden/Städte zu unterzeichnen. Die Gemeinde Thalwil konnte im gesamten Prozess, von der Definition der Anforderungen über den Inhalt der Ausschreibung bis hin zu den Anbieterpräsentationen, aktiv mitarbeiten und gestalten. Die Umsetzung erfolgt in der neuen Legislaturperiode.

Als Energiestadt ist Thalwil in Bezug auf eine wirkungsvolle Klimapolitik bereits gut positioniert. Der Gemeinde ist die rasche und unbürokratische Umsetzung von konkreten, wirkungsorientierten Massnahmen im Bereich Klimaschutz und -anpassung auf kommunaler Ebene in Bezug auf die Vorgaben von Bund und Kanton ein grosses Anliegen. Mit der Erarbeitung eines Masterplans Klima wurde diesbezüglich eine weitere Grundlage für die kommenden Jahre geschaffen. Die Gemeinde wird nun geeignete Massnahmen in Verbindung mit der erwarteten Wirkung priorisieren, weiter ausarbeiten und umsetzen. Diese sollen alle klimarelevanten Bereiche abdecken. Darüber hinaus gilt ein breiter gesellschaftlicher Konsens, sprich der Einbezug der Bevölkerung, als Basis für eine erfolgreiche Umsetzung.


Abschlussbericht

Für die Legislaturperiode 2022-2026 wurden die politischen Zuständigkeiten neu geregelt. Die an der Urne gewählte Umweltkommission war neu zuständig für die Themen Umwelt, Klima und Energie.

Das Zusammenspiel aus der teilrevidierten kommunalen Energieplanung (2023), dem kantonalen Energiegesetz und dem kommunalen Förderprogramm Klima (ab 2024) beschleunigte die nachhaltige Dekarbonisierung der Wärmeversorgung und den Ausbau der Photovoltaik auf dem Gemeindegebiet. Mit Hilfe des Förderprogramms Klima wurden bisher mehr als 25 Öl- und Gasheizungen durch Fernwärmeanschlüsse oder Wärmepumpen ersetzt und mehr als 30 neue Photovoltaikanlagen gebaut. Per Anfang 2026 werden auch Massnahmen der Anpassung an den Klimawandel (Entsiegelung, Vertikalbegrünung und Baumpflanzungen) auf Privatgrund finanziell gefördert.

Das Engagement der Gemeinde im Klima- und Energiebereich wird regelmässig unabhängig überprüft. Im Jahr 2023 wurde Thalwil als Energiestadt re-zertifiziert, dabei hat Thalwil eine Bewertung von 76,5 Prozent erreicht.

Die Umsetzung weiterer Massnahmen orientiert sich am Masterplan Klima (2022) und dem dazugehörigen Massnahmenkatalog (2023). Ein jährliches Monitoring berichtet über die Fortschritte der Massnahmen, welche in den verschiedenen DLZ umgesetzt werden. Im Jahr 2026 wurde der Massnahmenkatalog um neue Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel ergänzt.

Die Aktivitäten der Gemeinde in der Biodiversitätsförderung und Landschaftsentwicklung werden durch das Landschaftsentwicklungskonzept (LEK) gesteuert. Das LEK mit seinen zahlreichen Massnahmen wurde 2024 erfolgreich überarbeitet und berücksichtigt vermehrt auch den Siedlungsraum und die Anpassung an den Klimawandel.

Neben strategischen und konzeptionellen Arbeiten setzte die Umweltkommission sichtbare und spürbare Massnahmen im öffentlichen Raum und bei Schulen um. So wurden zahlreiche neue Bäume gepflanzt, Strassenrabatten ökologisch aufgewertet und neue Brunnen gebaut. Zudem wurden mehrere öffentliche Veranstaltungen zu den Themen Klima, Energie und Ökologie durchgeführt.

Die Ursachen für Herausforderungen im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit sind weitreichend und gehen über Landesgrenzen hinaus. Deshalb ist es essenziell, dass bereits auf kommunaler Ebene Lösungen gefunden werden. Die Gemeinde Thalwil setzt auf die bewusste Stärkung der Thematik Umwelt und Nachhaltigkeit auf politischer Ebene und setzt dafür entsprechende Ressourcen ein. Es gilt, vorausschauende, innovative und bevölkerungsnahe Projekte innerhalb des Gemeindegebiets umzusetzen, deren Wirkung jedoch bis weit darüber hinausgeht. Das Ziel ist die Erarbeitung und Implementierung von Prozessen, deren Einfluss langfristig auf die soziale, wirtschaftliche und ökologische Entwicklung der kommenden Jahre abzielt und nachhaltig spürbar ist.


Abschlussbericht

Thalwil beteiligte sich an mehreren regionalen und internationalen Projekten zu den Themen Umwelt und Nachhaltigkeit und zur Stärkung der Teilhabe der Bevölkerung und Unternehmen.

Das «Bürgerpanel Thalwil» wurde vom Kanton Zürich (Direktion der Justiz und des Innern) in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Demokratie Aarau (ZDA) der Universität Zürich organisiert und wissenschaftlich begleitet. Das Format des «Bürgerpanels» ermöglichte einer repräsentativen Auswahl der Thalwiler Bevölkerung, sich aktiv an der Diskussion um die Massnahmen zum Klimaschutz in der Gemeinde Thalwil zu beteiligen. Dadurch konnten verschiedene Meinungen und Ansichten über das Thema in Dialog gebracht und die Verbindung zwischen Gemeindebehörden und Bevölkerung gestärkt werden. Aus dem Projekt wurden Empfehlungen abgeleitet, welche zur Umsetzung des Masterplans Klima beigezogen werden.

Im europäischen Forschungs- und Innovationsprojekt «RRI-LEADERS» erprobte die Gemeinde Thalwil zusammen mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und weiteren Partnern neue Wege für eine kollaborative und inklusive Gestaltung der Energiewendepolitik. Unter «Responsible Research and Innovation» (RRI) versteht man den Ansatz einer sozial verträglichen, nachhaltigen Forschung und Innovation. Thalwil hat am Beispiel der Energiewendepolitik verschiedene Methoden und Prozesse für die Mitwirkung erprobt. Basierend auf Expertinnen- und Expertenbefragungen wurde eine Liste mit möglichen Massnahmen zur Unterstützung der Energiewende in Thalwil erarbeitet. Diese Massnahmenvorschläge wurden von einem Bevölkerungspanel überprüft, priorisiert und mit Verbesserungsvorschlägen versehen. In einem letzten Schritt haben Fachleute die Vorschläge so formuliert, dass sie in der Gemeinde umsetzbar wären. Die Ergebnisse sollen in laufende und geplante Prozesse der Gemeinde einfliessen.

Neben der Beteiligung an innovativen Kooperationen, fördert die Gemeinde Innovation finanziell und setzt auch eigene Projekte in kleinerem Umfang um. So enthält das Förderprogramm Klima einen Mechanismus zur Unterstützung von innovativen Projekten und Pilotanlagen mit einer Klimawirkung. Zudem baut die Gemeinde die Anzahl von öffentlichen E-Ladestationen kontinuierlich aus.

In der Gemeinde Thalwil wird das Wohnangebot für die ältere Generation im bezahlbaren Preissegment ausgebaut. Die dabei entstehenden Wohnangebote sollen eine überschaubare Wohnfläche und einen hindernisfreien Zugang gewährleisten. Der Anteil derjenigen Personen in Thalwil, die auf Unterstützung und zunehmende Pflege angewiesen sind, wird in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Viele Betroffene möchten so lange wie möglich zu Hause in vertrauter Umgebung bleiben. Die Gemeinde Thalwil will hierfür ein differenziertes Versorgungssystem in guter Qualität anstreben, dessen Kosten kontrolliert sind. In Abhängigkeit von der individuellen körperlichen Verfassung soll grösst mögliche Wahlfreiheit von einfacher und stärkerer Betreuung, ambulanter Pflege bis hin zu stationärer Intensivpflege gegeben sein.


Abschlussbericht

Die Gemeinderäte der Gemeinden Horgen, Kilchberg, Oberrieden, Rüschlikon und Thalwil haben im Jahr 2023 eine gemeinsame Strategiegruppe eingesetzt und das Projekt Grobstrategie «Gemeindeübergreifende stationäre Pflegeversorgung» gestartet. Seit Mai 2024 erstreckt sich die Strategiegruppe auf sämtliche Bezirksgemeinden.

Die Grobstrategie zur gemeindeübergreifenden Pflegeversorgung wurde Ende November 2024 von allen Bezirksgemeinden gutgeheissen. Das neue Projekt «Pflege Versorgungsregion Bezirk Horgen» wurde mit dem laufenden Prozess zur Pflegeheimbettenplanung 2027 der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich koordiniert.

Das Alterswohnen wird bei den gemeindeübergreifenden Arbeiten jedoch ausgeklammert.

Betreffend Gelände des Alterswohnheims Oeggisbüel (heute Serata Oeggisbüel) hat der Gemeinderat im August 2024 die Umsetzung eines Studienauftrags beschlossen. Die konkrete Planung für einen Ersatzbau sollte unter Berücksichtigung der bisher von der Gesundheitsdirektion bewilligten Anzahl Pflegeplätze (81) mit Inklusion einer offenen Demenzabteilung erfolgen. Als zukünftige Betreiberin ist das Serata, Stiftung für das Alter, vorgesehen. Gleichzeitig wurde auch die Machbarkeit von zusätzlichen altersgerechten Wohnungen mit und ohne Betreuung auf dem zur Verfügung stehenden Gelände geprüft.

Die vom Gemeinderat eingesetzte Projektkommission Pflege und Wohnen Areal Oeggisbüel kam bisher zu zwei Sitzungen zusammen, um ihre Arbeit aufzunehmen. Anfang August 2025 informierte Serata über die geplante Erweiterung und Sanierung ihrer Parzelle, inklusive Bau von 50 Alterswohnungen. Nach einem vielversprechenden Start hat sich die Ausgangslage grundlegend verändert, was eine Neuanalyse des Vorhabens erforderlich machte. Mit Beschluss vom 2. Dezember 2025 hat der Gemeinderat das Studienauftragsverfahren gestoppt. Es besteht Einigkeit darüber, dass der neu zu erstellende Pflegebereich aus verschiedenen Gründen vorteilhafter im Perimeter der bestehenden Serata-Flächen umgesetzt werden soll. Dies hätte zur Folge, dass für die geplanten Wohnbauten ein neuer Standort gesucht werden muss. Grundsätzlich wäre dieses Vorhaben auf Parzelle Kat.-Nr. 8513 realisierbar. Im Allgemeinen wird ein Abtausch von Pflege- und Wohnräumen angestrebt. Entsprechende Verhandlungen sind im Gange und sollen im Jahr 2026 abgeschlossen werden.

Ein breites Kulturangebot sowie ein aktives Vereinsleben bereichert das Dorfleben der Gemeinde Thalwil auf vielfältige Weise. Die Vereine in Kultur, Sport und Freizeit sind wichtige Eckpfeiler für die soziale Integration und das Zusammenleben. Der Gemeinde ist es ein Anliegen, das Engagement der Vereine und Kulturschaffenden durch geeignete Formen zu unterstützen und zu fördern. Die Vereinsförderung setzt jedoch auch die Eigeninitiative der Vereine und Kulturschaffenden voraus.


Abschlussbericht

Nachdem der Gemeinderat im Juni 2023 der Neuorganisation der Fachstelle Kultur sowie der Mandatsvergabe für die Organisation und Durchführung der Kulturtage 2025 zugestimmt hatte, wurden die Grundlagen dieser beiden herausfordernden Projekte per Anfang 2024 erfolgreich umgesetzt. Von 2024 bis Ende der Legislatur haben regelmässig spannende Netzwerktreffen für Kulturschaffende und -interessierte stattgefunden. Diese regelmässigen Kultur-Netzwerktreffen der Gemeinde, geleitet von der Fachstelle Kultur, trafen wiederum auf reges Interesse. So erfolgte unter anderem auch der Startschuss für die partizipative Erarbeitung der Grundlagen des Kulturleitbilds. Anlässlich der Kulturtage 2025 wurde traditionsgemäss der Kulturpreis verliehen, in genanntem Jahr wohlverdient an Judith Salzmann.

Im Kontext der vielfältigen Massnahmen konnte zudem die vom Gemeinderat bewilligte Teilnahme am Pilot Mehrjahresplanung mittelgrosse Städte des Kantons Zürich (KPS) mit einer Leistungsvereinbarung verwirklicht werden. Das Projekt KPS ermöglicht eine längerfristige und verlässlichere Planung, da die Leistungsvereinbarung die Unterstützungsbeiträge für Kulturschaffende über mehrere Jahre zusichert. Diese Mehrjahresplanung ist zugleich Anstoss, um die Kulturförderung grundsätzlich zu ergänzen und das Kulturangebot weiter, mit zusätzlichen finanziellen Mitteln, zu fördern und zu optimieren.

Im Rahmen des Projekts der Gesellschaftskommission «Belebung Pfisterareal» wurden auf dem Areal diverse Veranstaltungen der Gemeinde als auch von Kulturschaffenden organisiert und durchgeführt. Der von der Gesellschaftskommission genehmigte Testbetrieb für die spürbarere Belebung des Pfisterareals beinhaltet unter anderem den Betrieb eines nicht gewinnorientierten Kulturcafés, welches mit Partnerorganisationen wie dem Museum Thalwil betrieben wird. Der Testbetrieb liefert wertvolle Erkenntnisse, welche den zuständigen Instanzen noch in der laufenden Legislatur, zwecks Entscheid über das weitere Vorgehen, unterbreitet werden.

Im Rahmen der Vereinsförderung wurde die Massnahme «Lancierung eines Vereins-Biers» im letzten Moment zur Stolperfalle, da die Zusammenarbeit mit einer lokalen Brauerei leider nicht zustande kam. Alternativen wurden zwischenzeitlich evaluiert, und die Lancierung musste auf 2026 verschoben werden. Ein definierter Betrag pro verkauftem Produkt soll den Vereinen zugute kommen.

Bei den jährlichen, diversen gemeindeeigenen Anlässen wurden die lokalen Vereine noch enger miteinbezogen. Neben beispielsweise der Bundesfeier/Sommerfest, den Flohmärkten, dem Räbeliechtliumzug oder «AdventsZauber» zauberte der Grossanlass «Tag der offenen Tore» tausenden von Besucherinnen und Besuchern ein begeistertes Lächeln ins Gesicht. Lokale Blaulichtorganisationen, zusammen mit Partnerorganisationen, ermöglichten dem Publikum einen Blick hinter die Kulissen ihrer anspruchsvollen und wichtigen Aufgaben.

Die Schule Thalwil als attraktive Arbeitgeberin entwickelt sich nachhaltig und systemisch zu einer pragmatischen und durchlässigen Organisation weiter, welche die Schülerinnen und Schüler, nebst der Bildungsgrundlage, beim Kennenlernen der weiterführenden Schulen oder Berufslehren massgeblich unterstützt. Ein spezielles Augenmerk liegt auf dem Umwelt-, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Denken. Ein einheitliches und umfassendes pädagogisches Konzept sichert dabei die Qualität und fördert die vertrauensvolle Basis für die Zusammenarbeit zwischen den Eltern und der Schule.


Abschlussbericht

Die Schule Thalwil hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte in ihrer pädagogischen und organisatorischen Entwicklung erzielt und befindet sich insgesamt auf einem guten Weg. Die pädagogische Perspektive wurde bewusst aus Sicht der Kinder aufgebaut, wobei nicht nur Fachpersonen, sondern auch die Schülerinnen und Schüler selbst eine aktive Rolle einnahmen. In einem speziell durchgeführten Workshop haben sie ihre Erfahrungen, Bedürfnisse und Erwartungen eingebracht und den Prozess kritisch hinterfragt. Diese beteiligungsorientierte Vorgehensweise hat die Aussagekraft und Praxisnähe der entwickelten Grundlagen wesentlich gestärkt.

Alle beteiligten Fachpersonen – Lehrpersonen, Betreuungsteams, Schulleitungen, Fachstellen und externe Partner – haben gemeinsam an den Inhalten gearbeitet und dadurch eine breite Abstützung sowie einen klaren gemeinsamen Zusammenhang geschaffen. Die enge Zusammenarbeit hat zudem die Abstimmung zwischen den Stufen und Angeboten weiter verbessert.

Parallel dazu entwickelt sich die Schule Thalwil als Arbeitgeberin kontinuierlich weiter, unter anderem durch Investitionen in eine moderne, leistungsfähige IT-Infrastruktur sowie durch zusätzliche Benefits für Mitarbeitende. Diese Massnahmen schaffen attraktive Arbeitsbedingungen und unterstützen die langfristige Personalbindung.

Auch organisatorisch richtet sich die Schule zunehmend klarer und systemischer aus, um effiziente Prozesse und verlässliche Rahmenbedingungen sicherzustellen. Ergänzend fliesst der Blick auf ökologische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Verantwortung stärker in die schulische Arbeit ein. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass wir bereits viel erreicht haben, gleichzeitig aber bewusst weiter an den nächsten Entwicklungsschritten arbeiten. Die Schule Thalwil ist damit auf einem guten und zukunftsorientierten Weg.

Die Gemeinde Thalwil verfügt über ein vielfältiges Portfolio von Liegenschaften im Finanz- und Verwaltungsvermögen. Eine Überprüfung der Gemeinde- und Schulliegenschaften soll aufzeigen, ob der eingeschlagene Weg weiterverfolgt wird, oder ob allenfalls Anpassungen erforderlich sind. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass sich heutige Wohn-, Lebens- und Arbeitsformen kontinuierlich verändern, stellt die Liegenschaftenplanung und Immobilienstrategie der Gemeinde Thalwil ebenso die Schaffung von preisgünstigem Wohnraum, das Angebot an bedarfsgerechten Wohnungen und eine Durchmischung der Bevölkerung ins Zentrum. Preisgünstiger Wohnraum ermöglicht es insbesondere Familien, aber auch älteren Menschen, in der Gemeinde zu leben. Damit kann die soziale Durchmischung in Thalwil erhalten werden.


Abschlussbericht

In einem breit angelegten Prozess wurde in Zusammenarbeit mit zwölf wichtigen Personen, darunter Leitende DLZ, Verwaltungsmitarbeitende sowie externe Nutzer, die notwendigen Grundlagen erarbeitet. Im Rahmen mehrerer Sitzungen wurde das gesetzte Legislaturziel in Zusammenarbeit mit der Liegenschaftenkommission erarbeitet.

Das Strategiepapier «Liegenschaftenplanung und Umsetzungsszenarien Gemeinde Thalwil» präsentiert die unterschiedlichen Bedürfnisse der Gemeinde und zeigt mögliche Ansätze beziehungsweise Szenarien für den Umgang mit den Liegenschaften im Finanz- und Verwaltungsvermögen auf. Die erarbeiteten Grundlagen dienen dazu, den Planungshorizont, die Zusammenhänge und die Notwendigkeit der einzelnen Projekte darzustellen.

An seiner Sitzung im Dezember 2025 hat der Gemeinderat das Strategiepapier «Liegenschaftenplanung und Umsetzungsszenarien Gemeinde Thalwil» verabschiedet. In einem weiteren Schritt sollen die strategischen Leitsätze definiert und die verschiedenen Handlungsoptionen priorisiert werden.

Die Gemeinde Thalwil nutzt ihre Standortgunst und will den attraktiven und zukunftsfähigen Lebens-, Wohn- und Wirtschaftsraum erhalten und weiter ausbauen. Daher pflegt sie eine qualitativ hochwertig bauliche und freiräumliche Weiterentwicklung – basierend auf ihrer hervorragenden Verkehrserschliessung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Bedürfnisse der Bevölkerung wie auch der Gewerbetreibenden sollen sich im wirtschaftlichen Angebot widerspiegeln. Es wird eine attraktive, lebendige Durchmischung von Handel, Gewerbe, Dienstleistungen, Wohnen und Aussenräume geschaffen. Bauten werden mit Rücksicht auf die lokale Identität und abgestimmt auf die Klimaentwicklung geplant und erstellt. Das Zentrum wirkt städtisch und weist einen hohen Mix an Geschäften auf. Der autoarme Wohnraum in den Quartieren soll sich durch Ruhe und viel Grün auszeichnen. Ebenso wichtig ist die künftige Entwicklung des Seeufers als Aufenthalts- und Erholungsort für die Thalwiler Bevölkerung.


Abschlussbericht

Fünf Themen stehen im Fokus der BZO-Revision:

  • Den Ausbau von bestehenden Gebäuden für zusätzlichen Wohnraum vereinfachen, eine sorgfältige und qualitätsorientierte Entwicklung bei Neubauten fördern und wertvolle Quartiere erhalten
  • Massnahmen für die klimaangepasste Siedlungsentwicklung verankern
  • Das Zentrum attraktiver machen
  • Gewerbegebiete erhalten und weiterentwickeln
  • Räume für Natur und Erholung sichern und aufwerten

Der Entwurf lag vom 16. Mai bis zum 15. Juli 2025 öffentlich auf. Alle interessierten Personen hatten in dieser Zeit Gelegenheit, Stellung zu nehmen und Anmerkungen einzubringen. An der Urnenabstimmung im Sommer 2026 wird der Souverän über die ausgearbeitete Vorlage abstimmen können.

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Die Reduktion der Treibhausgasemissionen werden vom Bund in der Energiestrategie 2050 und vom Kanton Zürich im Energiegesetz (EnerG) festgelegt. Hierbei müssen auch die Treibhausgase der Wärmeversorgung auf Gemeindeebene reduziert und der Anteil erneuerbarer Energie erhöht werden. Durch zugespitzte geopolitische Entwicklungen hat sich der Handlungsbedarf diesbezüglich weiter verschärft. Die Gemeinde Thalwil behandelt die anstehenden Schritte zur Dekarbonisierung mit hoher Priorität. Dies wird in erster Linie durch den Aufbau von Wärme- und Energieverbünden auf der Basis von erneuerbaren Energien, die lokale Nutzung von Erdwärme und Solarenergie sowie Effizienzsteigerungen durch Sanierungen und Heizungsersatz geschehen. Die Gemeinde Thalwil steigert ihr Engagement und setzt deutliche Signale bei der Potenzialerschliessung und -nutzung von alternativen Energien für die Gemeindeliegenschaften und die Anwohnenden und Gewerbetreibenden der Gemeinde.


Abschlussbericht

Die Transformation der Wärmeversorgung Thalwil schreitet voran. Sie basiert auf diversen Massnahmen, wovon viele auf privater Ebene stattfinden. Die Gemeinde unterstützt über Fördergelder zum Heizungsersatz und Konzessionierungen von erfolgreichen Wärmeverbünden (Gattikon und Zentrum).

Darüber hinaus wurde als wichtiger Meilenstein in der Transformation die Stilllegung des Gasnetzes per 2045 beschlossen. Die Kundinnen und Kunden haben dadurch genügend Zeit, auf erneuerbare Heizungsvarianten zu wechseln, wobei in Thalwil neben der Wärmeerzeugung aus Umgebungswärme (Luft-, Wasser oder Erdsonden-Wärmepumpen) für möglichst viele Gebiete auch Wärmeverbunde zur Verfügung stehen sollen. Hierzu treibt die Gemeinde mit der Beteiligung an der im Februar 2025 gegründeten Wärme Thalwil AG den Ausbau der erneuerbaren Fernwärme in Thalwil weiter voran.

Die Wärme Thalwil AG beabsichtigt den bestehenden Wärmeverbund ARA bis Mitte 2026 zu übernehmen und weiter zu verdichten. Für den neu geplanten Wärmeverbund Thalwil Süd wird der Realisierungsentscheid bis Ende 2026 durch die Wärme Thalwil AG gefällt. Unter Vorbehalt eines positiven Realisierungsentscheides ist der Anschluss der ersten Kundinnen und Kunden am Wärmeverbund Thalwil Süd bis 2030 vorgesehen.

Neben der Beteiligung an der Wärme Thalwil AG soll bis Mitte 2026 der Bau eines weiteren Wärmeverbundes im Quartier Marbach geprüft werden. Das Projekt Wärmeverbund Breiteli musste wegen Unwirtschaftlichkeit abgebrochen werden.

Legislaturziele Thalwil 2022 - 2026
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